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Kirres Welt

-Wirklich reich ist, wer mehr Träume in der Seele hat, als die Realität zerstören kann -

Bild von Mikusch geklaut aus der Fotocommunity


Einfach leben…

 

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Menschen sehnen sich nach der Leichtigkeit dieses Lebens;
dahintreiben, ohne zu kämpfen,
da sein, ohne Hindernisse zu überwinden,
Freude empfangen und empfinden,
Glück, Offenheit, Zufriedenheit...


Die Leichtigkeit der Natur überträgt sich auf den Menschen. –
So natürlich und so klar,
so unbeschwert versucht sich der Mensch gleichzustellen,
Wenn man der Umwelt des Menschen Aufmerksamkeit schenkt,
wenn man sich von dem Offensichtlichen nicht ablenkt, dahinter blickt,
erkennt man die Sehnsucht nach der Leichtigkeit des Seins im Detail wieder:


Mitten in der Stadt sind Parkanlagen angelegt,
ein Ruheort, eine Umleitung aus dem Alltag heraus;


Menschen sitzen auf den Bänken, spazieren,
schalten ab und schwimmen in einem Fluss von Gedanken erfüllt,
ein Schutz vor dem ständigen Strom des Schicksals.


In einem Theater öffnet sich der Bühnenvorhang,
um eine begeisternde Szene zu zeigen, verträumt;
nachgespielte Wünsche in Menschlichkeit,
Wunder werden in einer anderen Dimension wahr,
eine Schatzkammer der Unmöglichkeit öffnet sich.


 In einer Gasse musiziert ein Geigenspieler,
um die Schaulustigen zu unterhalten;
Musik beeinflusst Emotionen,
ohne Umwege erreicht sie das Innerste,
dringt tief in die Herzen, ohne Leitung,
der Anker ist gesetzt und zieht Kreise.


 Die Straßenlaternen werden erleuchtet,
um der Dunkelheit zu trotzen;
erhellen den Weg und erleichtern die Schritte,
die Unsicherheit wird durch die Helligkeit gebrochen,
eine klare Sicht, ohne Täuschung, ohne Irrlichter.


 In einer Regenpfütze glitzert das Abendlicht,
spiegelt zeitgleich die Gegenwart wider;
wie sich Menschen unterhalten und amüsieren,
ein gemütliches Ambiente an einem vergangenen Tag,
ein Zusammentreffen von Worten und Nähe.

Ein Kind lächelt,
um nicht alleine glücklich zu sein.
Die Augen leuchten, frei von Sorgen,
frei von Zwang und Ungeduld, ohne Hintergedanken,
unbeeinflusst von falschen Eindrücken.


 An einem Bahnhof wartet eine Schar von Menschen,
um die Haltestelle ihres Zuhauses zu erreichen;
dort zurückkehren, wo sie hingehören,
Heimat wahr zu nehmen, Zuflucht;
aufgeräumt an einem Ort der individuellen Entfaltung,
einen Platz für sich auf der großen Welt zu finden.

 Am Meeresstrand sitzt ein Liebespaar,
um den Sonnenuntergang zu beobachten;
gemeinsam und unersättlich nach gegenseitiger Zuwendung,
genießt die Zweisamkeit in völliger Auskostung,
in Liebe und Hoffnung vereint.


Eine Frau streift barfuß durch das Gras,
verkörpert die Sanftheit, die Unbeschwertheit,
denkt einfach an nichts,
ohne Konsequenz,
verliebt in die Freiheit und der ungezwungenen Hingebung.


Ein Vater schließt seine Tochter in die Arme,
fest in Geborgenheit, abgeschirmt von Gefahr,
gibt ihr Schutz und Halt,
schenkt ihr Worte gepaart mit Wertschätzung,
zaubert ein Lächeln und Freudentränen;
eine unsichtbare Nabelschnur.


Ein alter Mann schwelgt in Erinnerungen,
um seine schönsten Momenten nochmals zu fühlen;
um nicht loszulassen, an der Freude des Daseins,
an dem Wertvollsten festzuhalten,
die schönsten Kieselsteine seines Lebenspfads aufzuheben.


Das Zusammenspiel von Natur und Menschen
ergibt eine Perfektion in sich;
eine Harmonie in unbeschwerter Realität,
den Sinn und Zweck im Kleinen zu erleben,
die Ruhe genießen, ohne etwas nachzurennen,
dem Leben Einhalt gebieten,
ohne etwas zurückzufordern,
frei von unnötigem Ballast,
Lücken aufzufüllen und Ecken abzurunden,
die Frage nach dem warum offen halten,
die Leichtigkeit des Seins in der Seele zu spüren,
im Herzen zu verinnerlichen.


Einfach leben.

Jeder sollte eine haben…

quietscheente

Bitteschön, damit es in Deiner Wanne in Zukunft nicht mehr ganz so einsam ist…loveyou

Zweiohrküken ♪

 

 

 

Takeη [√] ♥ Sιηgℓe [-]

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Seelenblind

 

“Leider neige ich dazu, meine Sehnsüchte auf für mich unerreichbare Menschen zu projizieren.”

Das schrieb ich vorhin- und so ist es auch. Die Objekte meiner Begierde waren in letzter Zeit immer unerreichbar für mich. Der eine nicht alltagstauglich, der andere emotional total angeschlagen und gefangen in sich selbst, der nächste wankelmütig und gebunden.

Selbstgewähltes Elend- könnte man achselzuckend denken und zur Tagesordnung übergehen.

Mich allerdings interessieren die Hintergründe für mein Verhalten.

 

Wenn ich mich auf eine von vornherein aussichtslose Geschichte einlasse, muss ich mich nur bedingt darauf einlassen, mich nicht “ausliefern”- ich mache mich nicht wirklich verletzlich.  Ich denke, DAS ist der Hintergrund. Das daraus resultierende ( zugegebenermaßen oberflächliche) Leid lenkt außerdem wunderbar von den WIRKLICHEN Wunden ab. Solange ich mich mit hausgemachtem, oberflächlichem emotionalen Stress zuschmeißen kann, sind die Dämonen still.

Was aber passiert, wenn sich die Dinge anders entwickeln, als gedacht? Wenn ich plötzlich merke, da entwickelt sich viel mehr als das, was ich noch kontrollieren kann? Was passiert, wenn plötzlich und unerwartet echte Gefühle entstehen?

snw

Genau das ist vor 2 Jahren passiert.

Plötzlich war er da- der Mann, bei dessen Blick mir die Knie weich wurden. Der, mit dem ich mich wohl gefühlt habe- einfach so, ohne viel dafür zu tun. Dabei habe ich doch genau das gelernt : Um wirklich etwas wert zu sein, musst du etwas tun. Plötzlich war er da- und er hat mir das Gefühl gegeben, ICH bin jemand. ICH bin ihm was wert. Er hat mich angesehen und er hat gelächelt- einfach so…bloß, weil ich da war. Da war so unglaublich viel Zärtlichkeit- in seinem Blick, in seinen Berührungen. Sein Lächeln hat seine Augen berührt. Er hat mit mir geschlafen und ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl, er schläft mit mir, weil ich ich bin, nicht OBWOHL ich ich bin.

Ich konnte das nicht. Ich konnte das nicht annehmen, nicht zulassen- und schon gar nicht genießen. Ich fühlte mich hilflos- ich war im Begriff die Kontrolle zu verlieren. Ich fühlte mich ohnmächtig und ich war misstrauisch.

Ich hab’ mir eingeredet, ich wäre für ihn eh austauschbar- er wäre mit bzw. bei  jeder anderen Frau genau so. Das ist eben seine Art. Oder er ist ein guter Schauspieler. Das geht genauso lange gut, wie er da Lust zu hat- und dann serviert er mich ab, weil sich ihm ‘ne bessere Chance bietet. Oder er erkennt, das er sich ein falsches Bild von mir gemacht hat. Oder ich werde ihm langweilig. Oder meine persönlichen Abgründe werden ihn früher oder später abschrecken.

Oder all’ das zusammen! Ich hatte Angst. Angst davor, meiner Wahrnehmung wieder einmal nicht trauen zu können. Angst, dumm und naiv meine Seele jemandem zu präsentieren, der letztlich etwas sucht, weil er mit sich selbst nicht zurecht kommt. Ich war überfordert und ich reagierte - selbst für mich selbst – völlig unverständlich. Bis ich verstanden habe, WARUM ich mich verhalten habe, wie ich mich verhalten habe, habe ich 2 Jahre gebraucht.

Ich habe ihn nicht nur zurückgewiesen, nein- ich habe ihn verletzt. Mit allem, was mir zur Verfügung stand.

Ich wollte diese Gefühle nicht, ich wollte ihm nicht vertrauen und ich wollte, dass er geht. Ich wollte die Kontrolle über meine Seele zurück und ich wollte, dass er aufhört, meine Welt ins wanken zu bringen.

Später kam noch dazu, dass ich seinen Kummer nicht ertragen hab’. Ihm ging’s wirklich nicht gut… und ich habe immer noch eins drauf gesetzt- ich wollte, dass er endlich wütend auf mich wird, denn wer wütend ist, leidet nicht.

 

Nachdem ich ihn erfolgreich losgeworden bin, habe ich angefangen, mich in aussichtslose Geschichten zu stürzen. Letztlich aus dem Kopf gekriegt hab’ ich ihn nicht. Gut verdrängt hat er mich bei jeder dieser nachfolgenden Geschichten dennoch begleitet, denn im Prinzip habe ich nichts Anderes gesucht als das, was ich bei ihm bereits gefunden hatte.

 

So schizophren wie das klingt ist es auch.

 

Durch meinen wirklich schlimmen Liebeskummer der letzten Wochen sind mir diese Dinge erst richtig bewusst geworden. ( Deshalb schrieb ich auch- Liebeskummer ist Entwicklung und immer auch ein Stück Selbsterkenntnis)

Ich war überzeugt davon, ich hab’ Alles gründlich kaputt gekriegt- und trotzdem habe ich wieder Kontakt zu ihm aufgenommen. Eigentlich wollte ich ihm bloß erklären, was vor 2 Jahren wirklich passiert ist. Ich fand, ich war ihm das schuldig, denn eine wirkliche Erklärung hat er nie bekommen.

Wie sich herausstellte, war ich nicht austauschbar und er hat sich kein falsches Bild von mir gemacht. Er hat auch nicht geschauspielert.

Sein Lächeln berührt seine Augen immer noch, wenn er mich ansieht…

Jetzt ist es wohl an mir, Vertrauen zu lernen. Der Unterschied ist: JETZT will ich es auch...

Wir haben noch einen langen Weg vor uns- aber wir haben ja Zeit.haendchen

 
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Hier treibe ich mich oft herum...