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Tauschgeschäfte- oder: Geborgene Engel…
Nun ist er also weg, der Engel. Was auf dem Weg dorthin Alles passiert ist, weißt Du unter Umständen selbst am Besten… Ich werd’ hier nicht näher darauf eingehen, denn ich riskiere keine Einweisung in die Psychiatrie*g Jedenfalls war das ganz schön beeindruckend, mein Freund- und ich bin froh, dass Valerie dabei war, sonst würde ich an meinem Verstand zweifeln. Ich habe meinen Teil der Vereinbarung eingehalten- und Du scheinbar auch. Okay, ich habe mir vorgenommen, hübsch auf dem Boden zu bleiben und das waren Alles bloß ZUFÄLLE! Ganz sicher! ALLES!! Allerdings wäre es mir ganz lieb, wenn diese Verkettung von Zufällen noch mindestens so lange anhält, bis sich das Blatt komplett gewendet hat.
HerzenswunschNun bin ich schon eine Weile wieder “Zuhause” … und wie geht es mir damit? Eigentlich prima… naja, Du kennst mich ja… Es KÖNNTE Alles prima sein.
Ich bin also zur Ruhe gekommen--- viel Platz und Raum für die Dämonen der Vergangenheit… Ja, es gibt sie immer noch und ich glaube nicht, dass das jemals Anders wird. Aber weißt Du was? Inzwischen lebe ich mit ihnen, ohne den Halt unter den Füssen komplett zu verlieren. Neulich lief mir *Duweisstschonwer* über den Weg… ich war innerlich tot. Nicht verzweifelt, nicht panisch- ich habe NICHTS gefühlt. Das hat mir bewusst gemacht, dass jeder Mensch zu Allem fähig ist, wenn nur genug vorgefallen ist. Du hattest also Recht. Wieder einmal wünschte ich, Du wärst jetzt hier bei mir. Ich brauche unsere Gespräche über eben diese Dinge, denn ich glaube nicht, dass diese Thematik jemals jemand erfassen wird. Nun, da dass nicht möglich ist, mach’ ich das mit mir alleine aus und hoffe das Beste. Das Karussell dreht sich munter weiter…
Du hast mir vor ein paar Wochen mal wieder jemanden auf meinen Weg gestellt… Maaaaaaann!! Stattdessen krieg ich …ach das brauch ich hier nicht weiter ausführen, Du weißt, was ich kriege Aber langsam bin ich müde…. tu’ bitte was, ja? Mach’ dass sich das Blatt wendet- ich versprech’ Dir auch, ich nehm’ den Engel
Ich finde, Du bist mir was schuldig, mein Lieber und DAS ist mir wichtig - mehr als das… Jaja, Du wirst nun sagen: “Jeder bekommt, was er sich selbst zugesteht”- aber in diesem Fall kann ich absolut Nichts machen. Da braucht es ein Wunder. Du bist an der Quelle. Also: TU WAS! Bitte *flüster
Einer dieser Tage…
Es ist lange her, dass ich mich gemeldet habe, hm? Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen Du mir besonders fehlst. Einfach zum Turm radeln (gedanklich bin ich IMMER im Turm Worüber? Hm….über schwarze Löcher, Isolation, Illusionen…Über Beziehung an sich? Über berechtigte und unberechtigte Erwartungen? Ich weiß nicht, wohin mich meine Gedanken führen werden…. Verdammt Roberto- diese Briefe werden immer schwieriger, weil sie Themen umfassen, zu denen wir nie gekommen sind. Du wirst immer “durchsichtiger”, kaum noch greifbar und oftmals weiß ich beim besten Willen nicht mehr, was Du mir in welcher Situation sagen würdest! Weil ich mich weiterentwickelt habe? Weil Du nicht mehr daran teilhast? Ich bin stinksauer auf Dich, weil Du mich allein gelassen hast. Weil Du aufgegeben hast und ich nun allein hier hocke- mit Allem. Naja, zusammenfalten werde ich Dich zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort. Wird das jemals aufhören? Du weißt, was ich meine. Eine Weile habe ich das Gefühl gehabt, das Karussell hätte endlich angehalten. Es wäre zur Ruhe gekommen, meine Fahrt wäre beendet. Eine Weile fühlte es sich gut an- nahezu perfekt. Die Weile ist vorbei- es dreht sich wieder. Nur langsam, aber es ist in Bewegung. Rasend schnell in dunkle Abgründe- langsam wieder ans Licht,… Runde um Runde, scheinbar endlos. Darauf läuft es wieder hinaus. Dabei habe ich gedacht, es wäre keine Illusion. Diesmal nicht. Ab und zu hält es noch an, aber nie lange. Ich bin nicht mehr in der Lage, es an der nächsten Runde zu hindern. Keine Kraft mehr. Liegt es an mir? Ist es meine verschobene Wahrnehmung? Ach Roberto, selten habe ich mich so sehr nach Pfefferminztee gesehnt.
So einen haste mir mal geschenkt… do you remember? So geht’s mir jetzt… Geburtstag...Hey Roberto
Wir hatten uns ( wieder einmal ) gerade erst versöhnt und beschlossen,Deinen Geburtstag gemeinsam zu feiern. Du, Marvin und ich. Zuhause, gemütlich und ohne groß Bohei.
Ich habe mir also überlegt, Dir ein Überraschungsessen mit Allem PIE PA PO zu kochen.
Außerdem wußte ich, dass Du Dir 'ne "Camel-Trophy-Uhr" gewünscht hast.
Marvin eingepackt, zur Telefonzelle marschiert ( mein Telefon war mal wieder gesperrt- lag das evtl. an Deinen ausschweifenden Gesprächen auf Kumars Handy?
Nachdem Du beteuert hattest, dass Du WIRKLICH UND GANZ BESTIMMT kommen würdest, ging ich schließlich einkaufen.
Diese Einkaufstour dauerte länger als geplant. Dinge, die man dringend braucht, haben die Angewohnheit, nicht verfügbar zu sein, WENN man sie braucht
Gedüst hiess: 30 Minuten Bus, 15 Minuten auf die Fähre warten, 20 Minuten Fähre fahren, 1 Stunde die Uhr suchen- und den gleichen Weg wieder zurück.
Nö, eher im Gegenteil: Ich hab' mich gefreut wie ein kleines Mädchen, wenn ich daran dachte, wie Du gucken würdest.
Am nächsten Tag bin ich also früh aufgestanden um in aller Ruhe das Essen vorzubereiten. Deine Eltern riefen an, um mir mitzuteilen, dass sie ihren Besuch auf den nächsten Tag verschieben mußten.
Als die Torte im Kühlschrank, die fertigen Rouladen im Backofen und die Kartoffeln geschält auf dem Herd waren, packte ich wieder einmal das Kind ein, um Dich anzurufen...
NICHTS....
Aber ich wäre nicht ich, wenn....
Jaha*g
Ich verbrachte den Tag damit, mich mit Marvin zu beschäftigen und auf Dich zu warten. ( Wieder einmal )
Als es 22Uhr geworden war, schnappte ich mir eine große Aldi- Plastiktüte und klebte diese fiesen kleinen Sicherheits-Luftlöcher ( Du weißt schon, die am Tütenboden) mit Panzertape zu...
Diese befüllte ich in dieser Reihenfolge: Rotkohl, Kartoffeln, Soße, Rouladen, Camel-Trophy- Uhr, Sachertorte und ganz oben drauf die Glückwunschkarte
Das Ganze hing an Deiner Wohnungstür, als Du von Gott weiß wo zurückkamst*g
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Inzwischen wäre ich froh, wenn Du irgendwen anläßlich Deines Geburtstags versetzen könntest.
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Warum das Leben, das Lebend`ge hassen?
Beschaue nur mit mildem Licht das Menschenwesen, wiege zwischen Kälte und Überspannung dich im Gleichgewicht; und wo der Dünkel hart sein Urteil fällte, so laß ihn fühlen, was ihm selbst gebricht; du, selbst kein Engel, wohnst nicht unter Engeln, Nachsicht erwirbt sich Nachsicht, liebt geliebt. Die Menschen sind trotz allen Mängeln, das Liebenswürdigste, was es gibt; fürwahr, es wechselt Pein und Lust. Genieße, wenn du kannst, und leide wenn du mußt, vergiß den Schmerz, erfrische das Vergnügen. Zu einer Freundin, einem Freund gelenkt, mitteilend lerne, wie der andere denkt. Gelingt es dir den Starrsinn zu besiegen, das Gute wird im ganzen überwiegen. (Goethe) Emotionales/r "WAR"Hey Roberto
Heute ist wieder so ein Tag.....
...am Liebsten würde ich mit Dir im Turm sitzen, und die Nacht durchquatschen.
Ich seh uns da hocken- im Schneidersitz, auf dem Boden, 'ne Kerze zwischen uns und über Gott und die Welt diskutieren- und manchmal auch lamentieren...
Ich seh' Dich, den Kopf leicht schiefgelegt, das Blättchen zwischen den Fingern, Dein Blick auf mich gerichtet- ebenso wie Deine Aufmerksamkeit. Die Zigarette drehst Du nebenbei, steckst sie an und gibst sie mir- wie zufällig. Ich erzähle, während Du die zweite Kippe drehst. Du hörst mir zu, überlegst einen Moment (als würdest Du nach den richtigen Worten suchen) und teilst mir Deine Sicht der Dinge mit.
Weißt Du eigentlich, das es diese Abende sind, die für mich unsere Beziehung ausgemacht haben?
Das ist es, was ich Heute noch vermisse.
Seit unserem Kennenlernen sind 25 Jahre vergangen- seit wir das hatten, was man allgemein Beziehung nennt, sind es auch schon 16.... und seit 8 Jahren bist Du tot. Und noch immer denke ich an diese Gespräche, vermisse ich unser "wir".
Für heute Abend hätte ich ein paar Themenvorschläge:
Wie wäre es mit: " Menschen, Nähe, Beziehungen" oder mit "Abhängigkeiten und ihre Folgen" oder mit "Alexandra weiß endlich, was gefehlt hat"
Du siehst, ich würd' mich gern mit Dir über die Grundsätzlichkeiten des emotionalen Seins unterhalten, speziell über mein, bzw. UNSER emotionales Sein. (Heißt es in unserem Fall emotionales "War"??Das wär' ja mal treffend)
Nun ist es gerade etwas schwierig, zum Thema zu kommen- früher hast Du das gemerkt, und den Anfang gemacht- jetzt muß ich da wohl allein durch, hm?
Ich habe keine Ahnung, wie lange es dauerte, bis ich für Dich nicht mehr "die dumme Kleine" war.
Natürlich- Ich war 21, ich hatte 'ne heftige Lebensgeschichte- und ich war down.
War irgendwie klar das Du, 34, Therapeut, Junkie, verkrachte Existenz, mich als " zu rettendes Häschen" wahrgenommen hast. Kann ich Dir nicht verübeln- und irgendwie war es ja auch so.
Nur: Da war noch sovieles mehr, was Du zunächst nicht gesehen hast.
Ich könnte diese Thematik jetzt vertiefen, aber das mach' ich Mal an anderer Stelle, denn ich will auf etwas Anderes hinaus.
Durch Dich bekam ich plötzlich ( erstmalig in meinem Leben) alles das, was jedem Menschen zusteht.
Nämlich Aufmerksamkeit, Verständnis, Zuneigung, Anerkennung, Ermutigung, Zärtlichkeit. Du hast mich ERNSTGENOMMEN und mir echtes Interesse suggeriert.
Für mich war das Liebe ! Endlich ! Dafür habe ich (wie Du weißt) JEDEN Preis gezahlt. Alles in Kauf genommen.
Für das "Wir" habe ich mein "Ich" aufgegeben.
Ich bin buchstäblich auf Knien vor Dir gekrochen. Für die guten Zeiten des "Wir".
Du hast es gewusst, und Dir war auch Dein Anteil bewusst. Verantwortung? Verantwortung!
"Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich ..."<<Der kleine Prinz
War das Liebe? Heute kann ich sagen: NEIN!
Weil ich es Heute weiß...
Du wußtest es schon damals- sonst wärst Du nicht gegangen. Nicht einfach so und nicht mittendrin....Beziehungen entwickeln sich. Du hast Dich an völlig falscher Stelle entschieden zu sterben. Es war nicht für Dich die falsche Stelle - aber für mich.
Nach Dir kamen noch ein paar Beziehungen, die ich wiederum aus den falschen Gründen am Leben erhalten habe.
Du hast mich geprägt, Du warst der wichtigste Mensch in meinem Leben. Ich habe mir noch jahrelang selbst im Weg gestanden, weil ich meinte, unsere kranke Beziehung an anderer Stelle suchen zu müssen.
Ich hatte nicht begriffen, das all' das Nichts mit Liebe zu tun hat.
Ich will das mit uns nicht abwerten- gewiss nicht. Du warst derjenige, der mich gelehrt hat zu vertrauen, der mir immer wieder Mut gemacht hat, der mir gezeigt hat, wie bunt das Leben sein kann. Du warst derjenige, der mir Orientierung gegeben hat. Durch Dich weiß ich, was Zusammengehörigkeitsgefühl eigentlich ist.
Du bist derjenige, der am meisten Einfluss auf meine emotionale Entwicklung genommen hat. Und auf meine Sichtweisen. Durch Dich habe ich Toleranz leben gelernt. Insgesamt hast Du vieles von dem, was mich Heute ausmacht, beeinflusst.
Ich habe Dich geliebt und Du liebtest mich-nur: für Dich war Liebe Manipulation. Du hast es nicht Anders kennengelernt. Das tut mir leid für Dich.
Darüber würde ich mich gern mit dem Wissen und der Erfahrung von Heute mit Dir auseinandersetzen.
Heute sind es dieselben Dinge, die für mich meine Beziehung ausmachen.
Reflektion, Verständnis, Aufmerksamkeit, Anerkennung, Zärtlichkeit, Humor und noch Einiges mehr. Das ist mir wichtig. Zusammengehörigkeitsgefühl.
Allerdings hat sich inzwischen etwas Entscheidendes geändert:
Es ist nicht mehr suggestiv- es ist echt!
Und:
Ich muss keinen Preis mehr zahlen... augenscheinlich nicht- und auch tatsächlich nicht.
Es geht um mich. Kannst Du Dir vorstellen, wie sehr mich das verunsichert?
Ich habe plötzlich all' das, was ich mir schon lange so sehr wünsche... (zeitweise dachte ich WIRKLICH, ich jage einem Phantom nach)
Und ich habe all' das aus nur einem Grund: Weil ich ich bin.
Manchmal kann ich das kaum glauben.
Langsam- ganz allmählich ... lerne ich sogar, keinen Preis mehr herbeizuführen.
Das wird noch 'ne Weile dauern- und ich hoffe, das er diese Dinge irgendwann versteht- und nicht aufgibt.
Damit hast Du mir kein schönes Erbe hinterlassen, Roberto!
Erinnerst Du Dich daran, das wir mal darüber fabuliert haben, wie es wäre, jemanden kennenzulernen, mit dem die Dinge selbstverständlich sind? Ohne großartig daran"arbeiten" zu müssen?
Das ist es, was ich gerade erlebe.
Du erwähntest mal, das Du Dir wünschst, bei irgendwem einfach Zuhause zu sein, ohne erst ein Haus bauen zu müssen.
Weißt Du, Roberto: Selbst wenn Du Dich irgendwo einfach so Zuhause gefühlt hättest: Du hättest immer etwas tun müssen, um es instand zu halten
AkzeptanzDer Tod....
Man kann versuchen den Tod zu verdrängen, man kann versuchen ihn zu vergessen. Die Uhr tickt... TICK TACK und wieder stirbt eine Sekunde deines Lebens... Verzweiflung über das Ungewisse... Der Tod beginnt nie und endet nie, denn genauso wie das Leben, ist er immer überall! Der Tod ist immer bei dir und die Uhr tickt im Hintergrund... TICK TACK dröhnt sie in deinem Schädel, wenn du zu lange hinhörst und die Sekunden zählst, denn du weisst nicht wieviele du noch hast! Finde dich damit ab, die Nächste könnte die Letzte sein, deshalb genieße deinen Atemzug! und wieder... Tick Tack Du beginnst das Leben zu genießen... vergiss aber nicht deinen Tod, sonst wirst du ihn irgendwann ersehnen! Schaffst du den Balanceakt, den dir das Leben stellt, mit dieser Ungewißheit zu leben? Du hörst die Uhr im Hinterkopf... ...Tick Tack... Ja, wenn du ihn akzeptierst, wird es erträglich, dann musst du nicht immer Theater spielen und dich selbst belügen. Genießt du das "Jetzt", scheint die Uhr zu verstummen. Ja, du weißt, dass du enden musst, aber warum sich verrückt machen, wenn du's eh nicht ändern kannst? ....tick tack.... Und die Uhr wird dir egal, denn sie gehört einfach dazu und ragt nicht mehr aus der Stadt deines Lebens, wie ein Kirchturm, der letztlich auch nur der Anbetung des Todes dient... Was ist Tod anderes als Leben? Roberto..."... Es wird dir Schmerz bereiten. Es wird aussehen, |
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