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9. Dezember IIAn die Zeit während und unmittelbar nach der Therapie denke ich nicht gern zurück.
Es ist üblich, dass zu Anfang einer Therapie eine 2 wöchige "Kontaktsperre" verhängt wird. Wohl um Abstand zum Alltag zu bekommen, oder so.
Man mag über den Sinn oder Unsinn dieser Idee streiten. Für mich war das einerseits gut- endlich den Kopf "frei" - ohne schlechtes Gewissen. Andererseits habe ich mich schon sehr um meine Jungs gesorgt- und so eben NICHT die nötige Ruhe gefunden, um mich auf mich zu konzentrieren.
Im Anschluß an diese 2 Wochen erfuhr ich folgendes:
Man hatte mir in Abwesenheit das Sorgerecht für meine Kinder entzogen und sie in einer anderen Pflegefamilie untergebracht.
Mir war weder bekannt, wie es ihnen geht, noch wo sie sich aufhielten.
Ich brach kurzerhand die Therapie ab und fuhr direkt zum zuständigen Jugendamt. Der Sachbearbeiter war der selbe, der schon für mich als Kind zuständig war.
Er teilte mir mit, dass man entschieden hatte, die Kinder langfristig unterzubringen. Die Begründung war:
Man wisse schließlich nicht, wie lange ich leben würde, im Ernstfall würden die Kinder allein dastehen, da ich kein soziales Netz hatte. Außerdem wäre ich ja schließlich psychisch instabil. Therapiebedürftig.
Man kann sich eventuell vorstellen, wie ich mich gefühlt habe.
Einerseits sagte mir mein Instinkt, dass da etwas ganz entschieden schief lief. Andererseits wurde nur ausgesprochen, was ich letztlich selbst dachte. Was, wenn ich sterben würde? Was, wenn ich mich emotional nicht erholen würde?
Statt mich zu unterstützen, nährte man noch meine Ängste und nutzte sie gnadenlos gegen mich.
Allmählich begriff ich, welche Konsequenzen all' das haben würde. Renè und Florian würden bei fremden Menschen aufwachsen. Ich würde sie nicht zurück bekommen. Und ich war schuld.
Ich fühlte mich so ohnmächtig.
Richtig wütend konnte ich nicht sein, denn innerlich gab ich ihnen Recht.
Ich kann Heute noch nicht formulieren, was in mir vorging, merke ich gerade...
Jedenfalls kämpften Jörg und ich noch einmal an der selben Front. DAS wollte er nämlich auch nicht. Wir erstritten gemeinsam das Sorgerecht für die Kinder. Nach einigen Wochen hatten wir erreicht, dass die Jungs bei ihm leben würden.
Ich bekam ein "Umgangsrecht" wie es auch jeder geschiedene Vater zu der Zeit zugesprochen bekam. Im Klartext: Meine Kinder durften mich alle 2 Wochen am Wochenende besuchen.
Für mich sah das so aus:
Wenn ich die Kinder hatte, war ich geprägt von meinem schlechten Gewissen. Samstags hatte ich schon Angst vor der bevorstehenden Trennung. Meine Seele war wund.
Von unbeschwerten Wochenenden mit den Kindern kann also keine Rede sein.
In den Zeiten zwischen den Besuchen wollte ich einfach nur sterben. Ich fühlte mich wie die schlechteste Mutter der Welt. Rabenmutter. Das LETZTE.
Von meiner Umgebung wurde genau diese Wahrnehmung immer wieder bestätigt. Alleinerziehende Väter waren ungewöhnlich. Eigentlich gab es sie gar nicht. Jörg wurde also zum Märtyrer. Zum Helden. Aufopferungsvoller , verlassener Vater. ( So kann man sein Image auch polieren) Dass eigentlich meine Schwiegermutter die Kinder großzog, sahen "die Leute" ja nicht. Weil sie es nicht sehen WOLLTEN?
Ich mutierte zur Rabenmutter, zur Schlampe, die ihren Mann und ihre Kinder sitzen gelassen hatte. Nicht nur, dass kaum jemand die Hintergründe kannte, nein, ich empfand es ja selbst so.
Als wäre die Situation nicht schon schlimm genug gewesen, wurden auch noch Dinge dazu gedichtet.
Plötzlich ging das Gerücht, ich wäre drogenabhängig, Alkoholikerin, man hätte mir meine Kinder mit der Polizei aus dem Haus geholt.
Dazu passte wunderbar, dass ich inzwischen Kneipen gepachtet hatte, und mein Partner tatsächlich diverse dazu passende Probleme hatte.
Mein Ex-Mann agierte nicht anders als jede durchschnittliche enttäuschte Ex-Frau: Er entzog mir mit fadenscheinigen Begründungen die Kinder: " Die sind krank" " Die sind nicht da" " Die wollen lieber zu Oma" usw.
Ich schaltete wieder einmal das Jugendamt ein. Dort sagte man mir, den Kindern würde es gutgehen, solange ICH MICH RAUSHIELT!
Lange, dunkle Jahre für mich. Mehrere Therapien, Suizidversuche, Orientierungslosigkeit. Ich hatte mich über meine Mutterrolle als Menschen definiert. Dass war das, was mir meine "Existenzberechtigung" gab. Für mein Empfinden. Plötzlich war das Schrecklichste eingetreten, was eintreten konnte. Nachdem ich Jahre investiert hatte , um alle Leute in meinem Dunstkreis davon zu überzeugen, dass ich eine gute Mutter war, dass ich " dazugehörte" war ich plötzlich in DIESER Situation.
Der einzige Mensch, der mich TATSÄCHLICH nicht verurteilte war Robert. Und damit hat er mir das Leben gerettet.
Ich setzte meine Prioritäten neu. Ich hörte auf, um meine Kinder zu kämpfen.
Nachdem die Jungs 8 Jahre bei Jörg waren, bekam ich einen Anruf vom Jugendamt. Ich solle dringend kommen, man müsse etwas mit mir besprechen.
Meine Schwiegermutter war krank geworden, mein Ex-Mann hatte eine neue Beziehung. Diese Frau hatte keine Lust, sich um "fremde Kinder" zu kümmern- und Jörg war plötzlich überfordert. Er hatte die Kinder in eine Pflegefamilie gegeben.
Nun trat - immer noch derselbe- Sachbearbeiter an mich heran und fragte mich allen Ernstes, ob ich bereit wäre, die Kinder zu mir zu holen. Völlig unvorbereitet nach 8 Jahren !!! 2 fast schon pubertierende Kinder, die ich inzwischen nicht mehr kannte.
Der Hintergrund?
Die Unterbringung in einer Pflegefamilie kostet Geld.
Ich KONNTE das nicht. Ich hatte genug damit zu tun, mein drittes Kind und mich adäquat zu versorgen. Meine Existenz aufrecht zu erhalten. Und meine emotionale Stabilität zu erhalten.
Den Kindern verkaufte man meine sehr schwere Entscheidung als Desinteresse. Unter diesen Umständen war es nicht leicht, einen annehmbaren Kontakt aufzubauen. Nach mehreren Anläufen scheiterte das letztlich auch.
Heute geht es mir weitestgehend gut.
Nach wie vor halte ich meine damalige Entscheidung für eine erwachsene Haltung. Rabenmutter? Sicher nicht. Ich habe das Wohl meiner Kinder über mein Eigenes gestellt. Zu mehr Liebe kann eine Mutter nicht fähig sein.
Die Konsequenzen? Die habe ich nicht absehen können.
Sicher habe ich einige Dinge falsch gemacht- und Heute würde ich mich anders verhalten. Aber mit dem Wissen von damals?
Habe ich mir jemals verziehen?
Ich habe mich mit mir arrangiert.
Der mehrfach erwähnte Sachbearbeiter sagte im Jahr 2000 übrigens zu mir: " Alexandra, was ich Dir angetan habe, kann ich nie wieder gut machen- und es tut mir leid."
Stimmt, kann er nicht.
Aber dass er es ausgesprochen hat, bedeutet mir etwas. 9. Dezember....Es ist der 9. Dezember 1987 und ich habe Schmerzen wie noch nie im Leben.
Ich schreie, ich kotze, bin ausser mir. Ich sterbe- denke ich und halte das Alles dennoch aus. Schließlich weiß ich wofür.
Nach insgesamt nur 5 Stunden halte ich den Lohn für diese elende Quälerei im Arm: Renè ! Ich bin fassungslos, als ich dieses kleine , glitschige, weiche Bündel Mensch im Arm halte. So warm. Mich durchströmt ein nie gekanntes Glücksgefühl.
DAS ist Liebe. Mein Leben würde ich geben für dieses winzige Menschenkind. MEIN KIND! Sein ganzes zukünftiges Leben spielt sich vor meinem inneren Auge ab- und ein bißchen Angst habe ich auch. Soviel Verantwortung... Werde ich dem gerecht werden?
Kann ich eine gute Mutter sein? Werden all' die Stänkerer Recht behalten? Bin ich WIRKLICH reif für dieses Würmchen?
Beim Anblick dieser kleinen Hände und dieser winzigen Fingerchen wird mir bewusst: Ich kann Alles, was nötig ist, damit es meinem Sohn gut geht.
Er und ich- wir sind eins. Er duftet so gut. Er ist so hübsch. So zerbrechlich. So zart und doch so stark. Soviel Zärtlicheit ist plötzlich in mir...
9. Dezember 2008 Ich sitze vor meinem PC und lasse die letzten 21Jahre Revue passieren. Mir geht es nicht gut. Waren meine Entscheidungen die richtigen? Habe ich mir eigentlich jemals verziehen? Hätte ich etwas anders machen können? Am 10. Dezember 1989 wurde Renè's Bruder Florian geboren. Wir waren eine ganz normale, durchschnittliche Familie. Mein Mann Jörg ging arbeiten und zunächst war ich bei den Kindern. Ich kann mit ruhigem Gewissen sagen, dass ich eine gute Mutter war. Jeden Tag freute ich mich über die großen und kleinen Begebenheiten mit meinen Jungs. Und derer gab es viele*g Sicher, manchmal brachten sie mich durchaus auch an meine Grenzen- aber nie darüber hinaus. Ich hatte Unterstützung in jeder Hinsicht von meinem Mann. Selbst als ich anfing zu arbeiten, funktionierten unseren Strukturen(von kleineren Querelen mit meiner Schwiegermutter einmal abgesehen) gut. So gut, dass ich sogar meine Schulabschlüsse nachholen konnte, denn bei meinen Schwiegereltern waren Renè und Florian gut aufgehoben und immer willkommen. Meine freie Zeit verbrachte ich umso intensiver mit meinen Kindern. Wir machten Spaziergänge, malten, bastelten, tobten und freuten uns des Lebens.
Was also ist passiert? 1990 litt ich immer mal wieder unter heftigen Kopfschmerzen. Zunächst dachte ich mir Nichts dabei. Als das aber 1991 immer schlimmer wurde (so schlimm, dass ich mich weder um die Kinder kümmern, noch arbeiten konnte)ging ich schließlich zum Arzt. "Das sind Stress-Kopfschmerzen, Sie müssen kürzer treten, dann wird das schon wieder" war die Aussage meines Arztes. " Stell' Dich nicht so an- andere Leute haben auch mal Kopfschmerzen" die Aussage meines Mannes. ""Sag' mal, musst Du Dich eigentlich so aufspielen?" die Frage meiner Schwiegermutter. Ich riss mich also zusammen und ging brav arbeiten, versorgte meine todkranke Oma und kümmerte mich um die Jungs. Immer häufiger war mir schwindelig, ich sah verschwommen, konnte manchmal nicht mehr geradeaus gehen. " Sag' mal, säufst Du?" mein Mann. " Die säuft doch, kann mir einer erzählen, was er will, die lallt ja sogar , wenn man die anruft" meine Schwiegermutter. Am 2. Januar 1992 fuhr Jörg wie immer zur Arbeit und ich - hatte Kopfchmerzen. Ich nahm 2 Kopfschmerztabletten, trank 'nen Kaffee- und kippte um. Ich verlor das Bewusstsein und Jörg fand mich Nachmittags um 16:45 Uhr. Die Kinder waren bis dahin unversorgt. Ich kam also ins Krankenhaus, wurde operiert. Man ging von einem zerstörten Innenohr aufgrund einer chronischen Mittelohrentzündung aus und wollte lediglich eine Radikal- OP des Ohrs vornehmen. Letztlich fand man einen Tumor. 13 Tage lag ich im Koma, als ich wach wurde konnte ich die einfachsten Dinge nicht mehr. Sprechen, Essen, Lesen, Schreiben, Gehen, all' diese Dinge musste ich neu lernen. Mein Mann sagte: " Wenn die einen an der Waffel behält, lasse ich mich scheiden- was soll ich dann noch mit der?" Von der Reha- Klinik aus suchte ich mir eine Wohnung. Als ich entlassen wurde, schnappte ich mir die Kinder, zog aus und reichte die Scheidung ein. Nun war ich gesundheitlich noch nicht wieder hergestellt. Ich musste 2 mal wöchentlich ambulant ins Krankenhaus. Ich konnte nicht arbeiten und lebte von Sozialhilfe. Meine Medikamente lösten Depressionen aus und ich war körperlich ein Wrack. Keine Kraft für Nichts. Zwischendrin die Kinder. Wir mussten auch noch die Trennung verarbeiten. Ich war 21 Jahre alt. Die Kinder waren 4,5 und 2,5 Jahre. Ich war überfordert und bat meinen Mann und auch meine Schwiegereltern mir die Jungs während der Behandlungstage abzunehmen. " Du wolltest Dich trennen, nun sieh zu, wie Du zurechtkommst" meine Schwiegermutter. "Ich muss arbeiten" Jörg. Nachdem ich beim Kinderschutzbund, beim Kinderarzt, bei der Krankenkasse und beim Jugendamt erfolglos um Hilfe gebettelt hatte, musste ich einsehen, dass ich auf Dauer nicht zurechtkommen würde. Ich war ungeduldig geworden, unwirsch. Ich liebte meine Kinder nach wie vor, aber ich wurde ihnen einfach nicht gerecht. Ich funktionierte- aber mir wuchs alles über den Kopf. Meine Wohnung war ( dank meiner Putzsucht) in Ordnung, die Kinder versorgt. Sie waren satt und sauber. Ich spielte mit Ihnen- aber mein Lächeln berührte meine Augen nicht mehr. Ich war emotional leer. Gleichgültigkeit war zu dieser Zeit das beste Gefühl, zu dem ich fähig war. Ansonsten beschränkte sich mein Gefühls-Repertoire auf Verzweiflung, Aggression, Angst, Unsicherheit. Keine gute Grundlage, um Kinder großzuziehen. Das war mir damals schon bewusst. Ich traf die schwerste und härteste Entscheidung meines Lebens: Da ich nicht gesehen habe, dass das Alles an meiner Gesamtsituation gelegen hat, meinte ich, ich wäre ein schlechter Mensch. Ich schob das auf meine schlechten Erfahrungen in meiner Kindheit und entschied mich, eine Therapie zu machen. Um zu lernen, mit mir zu leben. Um Orientierung zu gewinnen. Um mit einigen Dingen aus der Vergangenheit abschließen zu können.Um zu lernen, mit meiner Krankheit und meiner Angst vor dem Tod zu leben. Renè und Florian gab ich - für die Dauer der Therapie- in die Obhut des Jugendamtes (d.h. in eine Pflegefamilie) Mein Mann weigerte sich auch in dem Fall, sich zu kümmern. Ich konnte einfach nicht mehr. Als die Kinder dann im Auto meiner damals besten Freundin wegfuhren und Florian an der Scheibe klebte: "Mama, Mama" brach ich endgültig zusammen. Ich werde dieses Bild niemals vergessen. Es verfolgt mich Heute noch in meinen Träumen. Ein paar Tage später begann meine Therapie. Schwere Entscheidungen....Heute war wieder einmal ein Tag der schwierigen Entscheidungen.
Nimmt man grün, wenn man eigentlich lieber schwarz will?
Entscheidet man sich für weich, wenn auch rauh zur Auswahl steht?
Pflegeleicht, oder eher anspruchsvoll in der Handhabung?
Wie man es dreht und wendet- solche Entscheidungen muss jeder für sich selbst treffen.
Je jünger der Mensch, desto schwerer, Entscheidungen zu treffen, dessen Konsequenzen er noch nicht zu überblicken in der Lage ist...
Einen Nachmittag lang stand ich ihm beratend zur Seite, was die Auswahl seiner neuen Klamotten betraf.
Okay- das mit dem "eng" mag daran liegen, das ICH nicht mal im entferntesten in eine dieser Kinder-Jeans des Ladens passen würde.
Und das mit dem "laut" mag eventuell an meinem Kater liegen
I
Aber zurück zum Thema:
Dat Kind und ich sind also den ganzen Nachmittag durch die Stadt geeiert- Chicas hier, Menschenmassen dort, und über Allem dröhnte die wohl ätzendste Musik, die ich je gehört hab
Wir befühlten, bestaunten und beguckten. Ich beriet und nötigte. Er zog an und zog aus und entschied und entschied um und ertrug all' das mit einer Engelsgeduld.
Wichtige Entscheidungen wurden getroffen und dann kam das Beste:
Hach, ich könnt' da einziehen
Ein signiertes Buch !!! Ach, was sag ich : DAS Buch !
Ich wollte es mir eh früher oder später kaufen ( eher später) und da lag es in all' seiner Pracht.... Und eine schwarze Banderole umschmiegte es zärtlich. Auf der prangten die Worte: SIGNIERTES EXEMPLAR
Nun steht DAS SIGNIERTE EXEMPLAR
Auch das war eine wichtige Entscheidung *g
Dat Kind und seine Haare....CornRows Cornrows (englisch „Maisreihen“, kurz: „Corns“) heißt eine aus Afrika stammende Frisur, die heutzutage besonders bei dunkelhäutigen Rappern und Basketballspielern recht beliebt ist. Um Cornrows flechten zu können, sollte man mindestens zehn Zentimeter lange Haare haben. Dazu werden die Haare in kleine Sektionen aufgeteilt, die dann miteinander verflochten werden, so dass große Zöpfe entstehen, die eng am Kopf anliegen und zwischen denen die Kopfhaut<<ähäh
Nach ca. 4,5 Stunden ( Bis 8:00 Uhr müssen wir fertig sein- Schulbeginn!!! )
Da ich ein hoffnungsloser CornRow - Laie bin, brauche ich direkt im Anschluss an die Fertigstellung einen Orthopäden Wie ihr seht: Er ist aber auch extrem tapfer- das muss ich ja mal erwähnen.... Das Flechten ist schmerzhaft und stundenlang stillhalten auch nicht angenehm. Aber wie sagten schon unsere Großmütter? " Wer schön sein will, muss leiden"
Gestern nach dem Einkaufen...Mittelschwer abgenervt schleppte ich meinen Körper und meinen Einkauf in Richtung Heimat. Mann, so'n Netz Zwiebeln
und 2 Liter Milch und ein paar klitzekleine Kleinigkeiten -- und trotzdem schnürt der olle Gurt von meiner ollen Tasche ein!!
Schon von Weitem sah ich ein kleines Kind freudestrahlend in meine Richtung laufen. Trotz Mama's Ermahnung wurde es noch schneller und
blieb schließlich direkt vor mir stehen.
Etwas ausser Atem strahlte das kleine, vielleicht 2 jährige Mädchen mich an.- Versteh ich nicht, besonders freundlich habe ich sicher nicht ausgesehen*axelzugg*-
Es ergab sich folgendes Gespräch:
Mädchen: "Hallo- Da, Bapa, Audo, dlais"
Ich: "Hallo, na? Worüber freust du dich denn so?"
Mädchen: (leicht ungeduldig)" Bapa, Audo, dlais -- AA, Pipi"
Ich: " Dein Papa kommt gleich mit dem Auto?"
Erleichtertes Lächeln des Mädchens. Dann noch einmal mit mehr Nachdruck: "AA, Pipi!!"
Inzwischen hatten wir die Mutter wieder erreicht. Sie guckte, als hätte sie Zahnweh und sagte: "Seit sie sprechen kann, tut sie es- immerzu, mit Jedem"
"AA, PIPIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII" gröhlte es dazwischen und ich sagte: " Musst du mal Pipi??" Sie: " A AAAAAAAAA !!!"
Die Mutter: "Oh nein- sie ist erst seit 2 Wochen trocken" Sprach's und fingerte dem Kind an der Hose herum.
Die Kleine bekam einen Tobsuchtsanfall vom Feinsten und wehrte sich so gut sie konnte gegen die Hose-auf-offener-Strasse-auszieh-Aktion.
Respekt, sie war wirklich gut- und gewann die Runde.
Die Mutter sah mich mit hochrotem Kopf und wirren Haaren an und meinte: "Sie ist jetzt schon in der Trotzphase"
Inzwischen hatte sich das Mädchen von der Mutter befreit und ging schnurstracks auf mich zu. Sehr ernst sah sie mich an und sagte : " AA, Pipi, DANS SIEL"
Fast, beinahe... aber wirklich nur um ein Haar, hätte ich angefangen zu lachen !
Sie hatte ja sooooooooo Recht!! Pipi, AA, ganz viel- Natürlich!!
Ich hatte nämlich Toilettenpapier gekauft !!!
Meine Bewunderung für dieses kleine Mädchen wurde NOCH größer, als ich erfuhr, das sie erst 19 Monate (!!!) alt ist!
Sie hat es geschafft, ihre aufmerksame Beobachtung zu äussern- ist missverstanden worden, hat "das Mißverständnis aus der Welt geschafft" und war so mutig, trotzdem noch einmal darauf hinzuweisen !! WHOW
Sie ist nicht in der Trotzphase, sie ist clever! Und eine kleine Kämpferin.
Und sie ist ziemlich nachsichtig mit den Erwachsenen *g Als Kind...![]()
war die Welt wie ein Sternenzelt... ...von Wünschen und Träumen zart erhellt Mit kindlicher Neugier Erfahrungen gemacht... ...ein Land der Illusionen phantasievoll erdacht Lief singend über Felder und Wiesen... ...roch an duftenden Blumen, musste niesen Mit einem Drachen in der Hand ...stolpernd fiel mit der Nase tief in den Sand Sehnsüchtig auf die Wolken geblickt... ...dem Mond im Dunkel einen Kuss geschickt Den Nachtwind des Sommers im Gesicht... ...wartend, bis das Lagerfeuer erlischt In der Glut die Schatten von Geistern gesehen... ...hörte ihr Wimmern und ihr Flehen Im Morgengrauen als erste die Sonne entdeckt... ...die mich mit einem Streicheln geweckt Eine Prinzessin wollte ich sein... ...war für meinen Märchenprinz zu klein Auf der Suche nach einem Königsschloss... ...mit dem Fluss ich meerwärts floss Tauchte tief hinab in's Neptunreich... ...einer stummen, traurigen Nixe gleich Aufgetaucht aus tobenden Wellen... ...die Berge einer Insel meine Sinne erhellen Durch Wälder gestreift und Zwerge gesucht... ...der Hexen Zauberwelt verflucht Mit Elfen gesprochen, war ihnen Freund... ...im Traumflug oft die Zeit versäumt Das Erwachsenwerden brachte der Wind... ...jedoch, FÜHLE ICH MICH ERST HEUTE, WIE EIN KIND... Was unsere Kinder brauchen.............
Verwöhne mich nicht. Habe keine Angst, fest mit mir zu sein. Wende keine Gewalt bei mir an. Sei nicht inkonsequent. Mache keine Versprechungen, denn vielleicht kannst du sie nicht einhalten. Falle nicht auf meine Herausforderungen herein, Rege dich nicht allzusehr auf, wenn ich sage, "Ich hasse dich". Lasse mich nicht kleiner fühlen, als ich bin. Tu' nichts für mich, was ich selber tun kann. Sei vorsichtig, Rüge mich nicht in Gegenwart anderer. Versuche nicht, mein Benehmen noch während der Aufregung mit mir zu besprechen. Nörgle nicht. Verlange keine Erklärungen für mein schlechtes Benehmen. Stelle meine Ehrlichkeit nicht allzusehr auf die Probe. Vergiss nicht, dass ich gern Dinge ausprobiere. Beachte meine kleinen Wehwehchen möglichst wenig. Weise mich nicht ab, wenn ich ehrliche Fragen an dich richte. Gib nur auf dumme oder bedeutungslose Fragen keine Antwort. Glaube nicht, dass es unter deiner Würde ist, dich bei mir zu entschuldigen. Lege es mir nicht nahe zu glauben, dass du vollkommen oder unfehlbar bist. Mach dir keine Sorgen, wenn du nicht allzuviel Zeit für mich hast. Meine Ängstlichkeit darf dich nicht ängstlich machen, Vergiss nicht, dass ich ohne viel Verständnis und Ermutigung nicht gedeihen kann. Behandle mich genau so, wie du deine Freunde behandelst, Denke daran, dass ich vom Beispiel mehr lerne als von der Kritik. KindermundMarvin(3) schaute mir bei den Vorbereitungen für's Mittagessen zu.
Auf seine Frage, was das sei, sage ich: "Schmetterlingssteaks!" Er überlegte kurz und sagte dann: "Ich wusste gar nicht, dass Schmetterlinge so viel Fleisch haben ..."
Marvin(5) im Krankenhaus: Er bekam vor seiner OP ein Medikament zur Beruhigung... lehnte sich zurück, guckte sehr aufmerksam, legte den Kopf schief und sagte:" Mama, mach noch mal 3 Augen!"
Marvin (5) bekam ein Spielzeug von der "Zahnfee" sein Freund: "Glaubst Du noch an die ZAHNFEEEEE??"Marvin:"Pscht" Dann, im Flüsterton:" Neee, aber meine Mama- sei leise, sonst krieg ich beim nächsten Zahn nix mehr"
Meine Freundin erzählte, sie wäre nun Tagesmutter
Marvin (4) völlig entsetzt:
Mama-.... du bleibst aber nachts auch noch Mutter, ne?
Marvin (3) ist hingefallen- seine Hose ist am rechten Knie kaputt und es blutet. Er weint. Plötzlich wird er still und sagt gefasst: "Mama, näh' die Hose, das Leben geht weiter!" Fortsetzung folgt....
Zwei HändeEs sagte einmal die kleine Hand zur großen Du große Hand, ich brauche dich, weil ich bei dir geborgen bin. Ich spüre deine Hand, wenn ich wach werde und du bei mir bist, wenn ich Hunger habe und du mich fütterst, wenn du mir hilfst, etwas zu greifen und aufzubauen, wenn ich mit dir meine ersten Schritte versuche, wenn ich zu dir kommen kann, weil ich Angst habe. Und es sagte die große Hand zur kleinen Hand: Du, kleine Hand, ich brauche dich, weil ich von dir ergriffen bin. Das spüre ich, weil ich viele Handgriffe für dich tun darf, weil ich mit dir spielen, lachen und herumtollen darf, weil ich mit dir kleine, wunderbare Dinge entdecke, weil ich deine Wärme spüre und ich dich lieb habe, weil ich mit dir zusammen wieder bitten und danken kann. |
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