Menschen sehnen sich nach der Leichtigkeit dieses Lebens;
dahintreiben, ohne zu kämpfen,
da sein, ohne Hindernisse zu überwinden,
Freude empfangen und empfinden,
Glück, Offenheit, Zufriedenheit...
Die Leichtigkeit der Natur überträgt sich auf den Menschen. –
So natürlich und so klar,
so unbeschwert versucht sich der Mensch gleichzustellen,
Wenn man der Umwelt des Menschen Aufmerksamkeit schenkt,
wenn man sich von dem Offensichtlichen nicht ablenkt, dahinter blickt,
erkennt man die Sehnsucht nach der Leichtigkeit des Seins im Detail wieder:
Mitten in der Stadt sind Parkanlagen angelegt,
ein Ruheort, eine Umleitung aus dem Alltag heraus;
Menschen sitzen auf den Bänken, spazieren,
schalten ab und schwimmen in einem Fluss von Gedanken erfüllt,
ein Schutz vor dem ständigen Strom des Schicksals.
In einem Theater öffnet sich der Bühnenvorhang,
um eine begeisternde Szene zu zeigen, verträumt;
nachgespielte Wünsche in Menschlichkeit,
Wunder werden in einer anderen Dimension wahr,
eine Schatzkammer der Unmöglichkeit öffnet sich.
In einer Gasse musiziert ein Geigenspieler,
um die Schaulustigen zu unterhalten;
Musik beeinflusst Emotionen,
ohne Umwege erreicht sie das Innerste,
dringt tief in die Herzen, ohne Leitung,
der Anker ist gesetzt und zieht Kreise.
Die Straßenlaternen werden erleuchtet,
um der Dunkelheit zu trotzen;
erhellen den Weg und erleichtern die Schritte,
die Unsicherheit wird durch die Helligkeit gebrochen,
eine klare Sicht, ohne Täuschung, ohne Irrlichter.
In einer Regenpfütze glitzert das Abendlicht,
spiegelt zeitgleich die Gegenwart wider;
wie sich Menschen unterhalten und amüsieren,
ein gemütliches Ambiente an einem vergangenen Tag,
ein Zusammentreffen von Worten und Nähe.
Ein Kind lächelt,
um nicht alleine glücklich zu sein.
Die Augen leuchten, frei von Sorgen,
frei von Zwang und Ungeduld, ohne Hintergedanken,
unbeeinflusst von falschen Eindrücken.
An einem Bahnhof wartet eine Schar von Menschen,
um die Haltestelle ihres Zuhauses zu erreichen;
dort zurückkehren, wo sie hingehören,
Heimat wahr zu nehmen, Zuflucht;
aufgeräumt an einem Ort der individuellen Entfaltung,
einen Platz für sich auf der großen Welt zu finden.
Am Meeresstrand sitzt ein Liebespaar,
um den Sonnenuntergang zu beobachten;
gemeinsam und unersättlich nach gegenseitiger Zuwendung,
genießt die Zweisamkeit in völliger Auskostung,
in Liebe und Hoffnung vereint.
Eine Frau streift barfuß durch das Gras,
verkörpert die Sanftheit, die Unbeschwertheit,
denkt einfach an nichts,
ohne Konsequenz,
verliebt in die Freiheit und der ungezwungenen Hingebung.
Ein Vater schließt seine Tochter in die Arme,
fest in Geborgenheit, abgeschirmt von Gefahr,
gibt ihr Schutz und Halt,
schenkt ihr Worte gepaart mit Wertschätzung,
zaubert ein Lächeln und Freudentränen;
eine unsichtbare Nabelschnur.
Ein alter Mann schwelgt in Erinnerungen,
um seine schönsten Momenten nochmals zu fühlen;
um nicht loszulassen, an der Freude des Daseins,
an dem Wertvollsten festzuhalten,
die schönsten Kieselsteine seines Lebenspfads aufzuheben.
Das Zusammenspiel von Natur und Menschen
ergibt eine Perfektion in sich;
eine Harmonie in unbeschwerter Realität,
den Sinn und Zweck im Kleinen zu erleben,
die Ruhe genießen, ohne etwas nachzurennen,
dem Leben Einhalt gebieten,
ohne etwas zurückzufordern,
frei von unnötigem Ballast,
Lücken aufzufüllen und Ecken abzurunden,
die Frage nach dem warum offen halten,
die Leichtigkeit des Seins in der Seele zu spüren,
im Herzen zu verinnerlichen.
Einfach leben.